Christopher Storms-Wolf | Influencer machen sich zum Otto? Otto macht sich zum Influencer!
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Influencer machen sich zum Otto? Otto macht sich zum Influencer!

Influencer machen sich zum Otto? Otto macht sich zum Influencer!

Photo by Drew Graham on Unsplash

Ein Fiktives Meeting:

Coral Marketing Leiter: „Wir wissen, auch junge Menschen müssen irgendwann mal mit dem Waschen anfangen. Also holen wir sie doch am besten da ab, wo sie sich immer tummeln. Diese Influencer sind ja wie eine Grippe, die sich überall ausbreiten. Bucht mal eine Handvoll mit guter Reichweite und drückt denen unser Produkt in die Hand.“

Und zack hat sich Coral dem Spott der gesamten Netzgemeinde ausgesetzt.

„Meine Coral-Flasche und ich.“

Authentizität sieht dann doch etwas anders aus, aber genau das ist das Kapital von Influencern. Sie sind authentisch und werden deshalb von ihren Fans geliebt.

Ganz anders hat es da Mc Donalds gemacht. Mit einem vermeintlich spontanen Besuch der Lochis bei McDonalds. Die im Doku-Stil gehaltene YouTube Reihe zeigt, wie die Lochis versuchen den Vorstandsvorsitzenden von McDonalds Deutschland von einem Lochi Eis zu überzeugen. Mehr als 51.000 Likes und 1,3 Millionen Views sprechen für sich.

Allerdings birgt der Hero-Influencer auch eine Gefahr für das Unternehmen, für das er wirbt. Die Fanbase ist nämlich nur am Hero interessiert und ob die Lochis Eis bei McDonalds machen oder demnächst Lufthansa oder TacoLoco geil finden, ist der Fanbase egal.

Somit bleibt nicht wirklich nachhaltig etwas hängen.

Zum Glück gibt es aber noch mehr, als kreischende Teenies, die für Ü30 Zielgruppen völlig irrelevantes Zeug in die SmartphoneCam plärren.

-> Mikro-Influencer. Diese sind meist zwischen 30-50 Jahre als, weiblich und setzen sich mit bodenständigen Themen auseinander, die sie selber betreffen.

Dadurch sind sie auch wesentlich engagierter mit ihren Stories und noch authentischer als die Influencer VIPs.

Aber genau diese Mikro-Influencer sind für diverse Marken perfekt für ihr Targeting.

Hätte Coral sich mal lieber etwas umgesehen.

Wir haben die VIP-Influencer mit Millionen Fans und einer enormen Reichweite. Dann haben wir die wesentlich nachhaltigeren Mikro-Influencer und als sei das nicht genug geht Otto seit Oktober einen eigenen Weg und hat sich gedacht „Warum auf diesem heiß umkämpften Markt mitbieten? Wir bilden unsere Influencer einfach selber aus.

Diese „Jobbotschafter“ werden in Präsentationstechniken geschult und sollen nicht nur ihr Gesicht in eine Kamera halten und Produkte präsentieren sondern sind auch im Recruiting-Prozess eingebunden und sollen neue Mitarbeiter werben.

Aber soll man sich jetzt zum Otto machen?

Wie auch immer, es bleibt spannend im Influencer Marketing. Besonders aber sollten sich Markenstrategen sehr genau fragen, was sie erreichen wollen und vor allem wen sie erreichen wollen. Ist dafür ein Influencer Sinnvoll? Wenn ja, wen nehme ich für mein Produkt? Wie lasse ich mein Produkt präsentieren? Etc.

Influencer können nämlich auch lästig, wie eine Grippe werden und über laufende Nasen freut sich niemand.

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